TRADITION im Winter 2018


Freitag, 26. Januar

ca. 18.30 Uhr - Parkhotel Biedenkopf
Der Breidensteiner Hammer


© Foto : Otto Volk
 
Vortrag von Prof. Dr. Otto Volk (Marburg)
Bisher liegen zur Veranstaltung keine weiteren inhaltlichen Infos vor. 

Achtung: Dem Vortrag voraus geht die Jahreshauptversammlung des Hinterländer Geschichtsvereins ab 17.30 Uhr!




Freitag, 23. Februar

17.30 Uhr - Parkhotel Biedenkopf
Das Hinterland als Teil der Landgrafschaft Hessen-Marburg (1567-1604) - Die Tätigkeit Landgraf Ludwigs IV.



Vortrag von Armin Sieburg (Marburg)
Bisher liegen zur Veranstaltung keine weiteren inhaltlichen Infos vor.




Freitag, 16. März

18 Uhr - Parkhotel Biedenkopf
Arbeit und Aufgaben des Hessischen Landesarchivs Marburg



Nutzung der Internetdatenbank 'Arcinsys' unter Aspekten der Familienforschung
(In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hinterländer Genealogen)

Vortrag von Dr. Christian Reinhardt (Staatsarchiv Marburg)
Bisher liegen zur Veranstaltung keine weiteren inhaltlichen Infos vor. 




Freitag, 9. März

19 Uhr - Radiomuseum Bad Laasphe
RADIOWAHLKAMPF 1933 - Public Hearing

Bürgermeister Pränger war nicht begeistert, stimmte aber schließlich doch zu – und so wurde am 10. Februar 1933 auf dem Wilhelmsplatz in Laasphe ein Lautsprecher aufgestellt. Adolf Hitlers Rede im Berliner Sportpalast, die live von allen deutschen Radiosendern übertragen wurde, konnte nun auch in Laasphe öffentlich mitgehört werden. Eine "Menschenmenge" (Wittgensteiner Zeitung) hat es auch getan. Hitlers Sportpalastrede war der Auftakt des ersten Radiowahlkampfes in Deutschland und führte zu einem bisher ungekannten medialen "Trommelfeuer". Nicht nur in Wittgenstein.

Volksempfänger
Auch im Hinterland wurden Lautsprecher aufgestellt, um die Region per Radio mit Berlin gleichzuschalten. Am 1. Mai 1933 versammelten sich - "mustergültig aufgestellt" (Hinterländer Anzeiger) - 6000 Menschen auf dem Marktplatz in Biedenkopf, um die Kundgebung in der Hauptstadt zu hören. Am Erntedanktag marschierten mehr als 10000 Personen aus Laasphe, Banfe, Erndtebrück, Feudingen zum legendären Stünzel, um Hitler über Funk live mitzuerleben. Auch in den Dörfern wurde gemeinsam gehört: in Schulen, Fabriken, Gaststätten und auf Dorfplätzen.

© Herbert von Halem Verlag
Den hochspannenden, weitgehend unbekannten (Radio)Ereignissen in der Heimatregion widmet das "Internationale Radiomuseum Hans Necker" eine eigene Veranstaltung. Referent ist erneut der Hamburger Medienwissen-schaftler Dr. Hans-Jürgen Krug. Dr. Krug ist Autor der Bücher Kleine Geschichte des Hörspiels, Radio und Rapider Wandel. 2016 realisierte er in Bad Laasphe die Bürgerfunk-Sendung Jenseits der Zentren. Sein Essay über die Anfänge des Hörfunks in der Region erschien im Jahrbuch 2018 für den Kreis Marburg-Biedenkopf.

Eintritt frei
Internationales Radiomuseum
Bahnhofstr. 33
Bad Laasphe




Freitag, 13. April

17.30 Uhr - Parkhotel Biedenkopf
ATEMLOS DURCH DEN TAG: 
Zur Kulturgeschichte der Unterwäsche

Die Frankenbergerin Ruth Piro-Klein hält einen unterhaltsamen Bildervortrag zur Geschichte der Unterwäsche von 1700 bis heute. Sie zeigt dabei auch Exponate von Kleidungsstücken aus der "guten alten Zeit". Die so gut oftmals gar nicht war: Unterwäsche besaß früher nicht nur eine wichtige gesundheitliche, sondern als Teil der Mode auch eine hohe soziale Funktion.

Im 18. Jahrhundert zerrte das Gewicht schwer Reifröcke an den Frauen, während enge Mieder ihnen zur "Schnürbrust" verhalfen. Selbst Kindern wurde die Taille geschnürt und dabei die Brust nach oben gedrückt. Dadurch wurden nicht nur Brust- und Bauchorgane, sondern auch die Rückenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen. Selbst in der Schwangerschaft ging die elegante Dame nicht ohne Korsett. Dergleichen mündete in Skelettdeformierungen und Organverschiebungen, die oftmals für die seinerzeit häufigen Ohnmachtsanfälle verantwortlich waren. Erst mit der französischen Revolution und der Mode des Empire wurden die Frauen von den Zwängen der Schnürbrust befreit.

Veranstalter: Hinterländer Geschichtsverein e.V. - Eintritt frei


VORANKÜNDIGUNG:

Donnerstag, 17. - Montag 21. Mai

19.30 Uhr - Kombach (Festplatz u. andere)
DORFJUBILÄUM - Kombach feiert!

Die Hirschstangen des abgebildeten Wappens weisen auf den Berg Hirschstein sowie auf den Wildreichtum um Kombach hin. Die Farben Rot und Silber sind die Farben der Landgrafschaft Hessen, der Kombach seit dem 13. Jahrhundert angehört hatte. Der silberne Quell steht für die 1961 entdeckte Mineralquelle. Die geschweifte grüne Spitze bezieht sich auf die grünen Wiesen im nahen Lahntal, den Wald und die Weiden.

Cambach wurde der kleine Ort in seiner frühesten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1268 genannt, später dann Kynbach und Conbach. 1502 erfolgte erstmals eine Erwähnung unter dem heutigen Ortsnamen, bei einer Einwohnerzahl von 18 Männern. Heute, 750 Jahre später, zählt Kombach an die 1100 Einwohner - und die haben sich vorgenommen, über das diesjährige Pfingstwochenende hinweg den 750. Geburtstag ihrer schönen Gemeinde ordentlich zu feiern.


Die Kombacher haben sich viel vorgenommen und werden für eine kunterbunte, höchst attraktive Mischung an Aktivitäten sorgen: Neben Theateraufführungen von (und für) Jung und Alt kann man Vorträgen lauschen, das Tanzbein schwingen (und Bierkrüge sowieso). Chöre singen und Musikanten spielen auf, ein Festzug passiert mit verschiedenen Stationen im Dorf, und auch ein ökumenischer Gottesdienst fehlt nicht. Etwas früher schon, zu Beginn der Festwoche, können Besucher am 14. Mai einen Blick in die dörfliche Vergangenheit bei einer "Feldbestellung, wie es damals war".

Das vorläufige Festprogramm ist bereits recht detailliert einsehbar. Zur Information über weitere Termine und Daten startet man am besten am Eingang der eigens für das Heimatjubiläum ins Leben gerufenen Webseiten.